Zitat des Tages
Donnerstag, den 29. März 2007“Was heißt Heimat?” fragt Stiller in Max Frischs gleichnamigem Roman.
„Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird.”
Christian Morgenstern
“Was heißt Heimat?” fragt Stiller in Max Frischs gleichnamigem Roman.
„Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird.”
Christian Morgenstern
Eingeordnet in das durchprüfte System meiner Beziehungen
Ein elastisches Netz, vermeide ich seit langem
Neue Begegnungen. Emsig bemüht, niemals
Durch Belastungen meine Freunde zu erproben
Oder ihnen besondere
Funktionen zu geben
Halte ich mich an das Mögliche.
Solange ich nicht falle
Werde ich nicht das Unmögliche verlangen
Solange ich nicht schwach werde
Werde ich der Schwäche nicht begegnen.
Aber die neuen Leute mögen
Von anderen geschätzt werden.
- […]
Freundschaften
„Könntest du notfalls
das letzte Hemd vom Leib weggeben?
dich eher in Stücke reißen lassen,
als ein Geheimnis verraten?
Lieber schwarz werden,
als jemanden im Stich lassen?
Pferde stehlen oder durchs Feuer gehen?“
„Ja.“
„Auch für mich?“
„Ja.“
„Dann bist du mein Freund.“
„Und du? Könntest du notfalls verzeihen?“
„Es kommt darauf an, was.“
„Dass ich vielleicht einmal nicht das letzte Hemd hergebe,
mich nicht immer in Stücke reißen […]
“Was immer Weltethos heisst, es entsteht nicht beim Ansehen der Tagesschau, beim Lesen des Spiegels oder beim Surfen durch das Internet; es entsteht in der erfahrbaren Polis, (…) [sprich: in einer kleinen Gemeinschaft mit anderen] - und wird dann in der Vorstellung und durch das Wissen auf die Welt ausgedehnt” (von Hentig, Hartmut [1999]: Ach, […]
“Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust” schrieb einst Goethe in Vers 1112 seines Faust I.
Eine ganze Generation hat versucht diesem anderen, wahren Ich Gehör zu verschaffen, aus der bedrückenden Enge des miefigen Alltags auszubrechen und die eigenen Träume und Phantasien zu leben. Eine Revolution des Seins sollte es werden und eine Totalpolitisierung des Privaten. […]
Es sind stürmische Tage hereingebrochen. Schien vor drei Tagen noch die Sonne, ist inzwischen der Regen dem Wind gewichen. Im Hintergrund läuft Bibo No Aozora/Endless Flight - der oscarpreisgekrönte Babel Original Soundtrack - und ich lese ein wenig in meinem zerfledderten Brecht-Gedichteband:
“Denn wir sagen uns.
In diesem traurigen Leben
Ist die Liebe
immer das Sicherste doch
Und wir […]
Und einmal mehr geht es um Gedichte. Ich habe es heute - nach sage und schreibe 2 Semestern - endlich geschafft, die Sprechstunde meines Germanistikprofs zu besuchen und mit ihm über Berlin, Brecht, Gedichte und die Zeit zu plaudern. Bereichernd war es. Auch ganz konkrete Anregungen für das eigene Dichten habe ich mit auf den […]