Gedichteturnus XIII

Dein bester Freund

Solltest Du Dich einsam fühlen,
verlassen und ganz allein,
solltest Du Hilfe brauchen,
würde gern für Dich da sein.

Sollte Dir an Liebe fehlen,
solltest Du Dich langweilen,
brauchst Du einen zum Reden,
würde mich zu Dir eilen.

Solltest Du eine Schulter brauchen,
um Dich einfach auszuweinen,
brauchst Du etwas Aufmunterung,
ruf mich, ich werde erscheinen.

Der Baufritze

4 Reaktionen zu “Gedichteturnus XIII”

  1. Michael

    Was für ein Versmaß ist das eigentlich: der vierstottrige Roibusch?

  2. Jowinal

    Dichtung und Lyrik sind meines Ermessens nach zwei ziemlich unterschiedliche Begriffe. Es hat von jeher eine Sorte Lyrik gegeben, bei der die Frage nach dem Kunstwert wenig aussagekräftige Antworten liefert. Insofern möchte ich diese Verse Gebrauchslyrik nennen. Weiteren Fragen stellt sich sicherlich gerne auf Anfrage der Autor selbst. :)

  3. Dominik

    Der Reiz des Gedichts liegt gerade in seiner Formabweichung. Man muß es mehrmals lesen, um es zu verstehen. Die Form hindert nur im ersten Moment, beim zweiten Mal ist sie wunderbar. Eigentlich ist es kein Gedicht, eher ein “stummes Gebet”, ein Hilferuf in Gedanken gesprochen. Das Versmaß verdeutlicht hier besonders die Spontaneität des Gedanken, den fragilen Moment.

  4. Jowinal

    @Dominik: Ich kann Dir nur zustimmen. Schön, dass nicht nur ich dieses “stumme Gebet” als eine Art (im doppelten Sinne des Wortes) Bereicherung meines sonntäglichen Gedichteturnus empfinde. ;-)

Einen Kommentar schreiben

du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.