Das Fernsehen ist tot, es lebe das Fernsehen!
Es sind Sternstunden deutscher Fernsehunterhaltung, wenn jemand wie Marcel Reich-Ranicki das Wort an die Nation richtet.
MRR lehnt den Deutschen Fernsehpreis ab und kritisiert das lächerliche Prozedere des stundenlangen Sich-selbst-Beweihräuchern.
Unvergessen auch sein Durchdeklinieren des Wortes Ficken: »ich werde ficken, ich habe gefickt, wir werden ficken, ich bin gefickt (worden), die Welt ist eine Fickerei, das einzige Glück ist das Ficken«²…
Herrlich, einfach herrlich. Pure fucking. Weiter so, Maestro!
Absolut empfehlenswert in diesem Zusammenhang auch der legendäre Krach im Literarischen Quartett. Ich empfehle insbesondere die Passagen, wo MRR mit Sigrid Löffler über Männerphantasien streitet
Am 13. Oktober 2008 um 18:32 Uhr
Recht hat er :), müsste jeder so ehrlich sein.
Am 14. Oktober 2008 um 15:02 Uhr
Reich-Ranicki hatte seine eigene Show in der Show, und die wirkte ziemlich performt. Er wollte nur spielen, und hat mitgespielt. Weil das deutsche Fernsehen Reich-Ranicki nicht gefällt, ist es nicht zwangsläufig schlecht… aber eine Diskussion über Qualität kann ohnehin nie schaden.
Am 15. Oktober 2008 um 20:41 Uhr
Mich erinnert MRR immer an HRR (= Heiliges Römisches Reich), alt, erwürdig, aber in den entscheidenden Dingen dann doch machtlos… Das Fernsehen wird sicherlich dadurch jetzt nicht besser.