SIEH UM DICH - DAS FERNSEHMAGAZIN FÜR TRIER
Update: Video ist inzwischen online verfügbar & hier eingebunden!
»Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorne herein ausgeschlossen erscheint« (Albert Einstein)
Alle sprechen dieser Tage von lokalem Fernsehen. Wir, 23 Studierende der Medienwissenschaft, haben uns getraut und in einem Medienprojekt Lokal TV gemacht.
Zuerst einmal einen Prototyp für ein lokales Fernsehmagazin entwickelt. Das war gar nicht so einfach, jeder versteht unter lokalem Fernsehen was anderes. Deshalb gab es in Redaktionssitzungen häufig lebhafte Diskussionen und Kontroversen darüber, wie unser Magazin ausschauen soll.
Auch bei der Themenfindung haben wir es uns nicht leicht gemacht. Das Wichtigste ist doch die lokalen Brennpunkte in den Blick zu nehmen. Ja zu wissen, was die Menschen um uns herum berührt und bewegt. Dazu haben wir Themen jenseits des Tagesaktuellen aufwendig recherchiert, die nah bei den Menschen sind und ihnen unter den Nägeln brennen.
Das Fokussieren lokaler Themenschwerpunkte spiegelt sich deshalb auch in unserem Sendungstitel wider: “Sieh um Dich”. Frag Dich, wo Du lebst und wer die Menschen um Dich herum sind. Wir zeigen es!
Der Trierer an sich weiß natürlich, dass der Titel ein kleines Wortspiel ist. In der ersten Sendung wollen wir den Zuschauern diesen Straßennamen und seine Geschichte erklären. Der Zuschauer wird auch erfahren, wie die neuen Straßen auf dem Petrisberg zu ihrem Namen gekommen sind. Einer unserer Reporter hat sich für Euch aufs Rad geschwungen um Euch zu zeigen, wo die Tücken im Trierer Radwegenetz liegen.
Doch wir werden in unserer Sendung auch ernstere Themen anschneiden. Der Schwerpunkt des ersten Magazins ist Armut in Trier. Wir berichten über die harte Arbeit der Trierer Tafel, die täglich der Armut ins Auge blickt. Wir haben in einem Interview Caritas-Direktor Dr. Bernd Kettern gefragt, was jeder Einzelne von uns gegen Armut tun kann.
In den letzten dreizehn Wochen haben wir in Trier und Umgebung recherchiert und gedreht. Über 30 Filmbänder mussten gesichtet und auf knapp 20 Minuten Sendungslänge geschnitten werden. Dieses Wochenende wurde - in einem über 30stündigen Marathon - endlich unsere erste Sendung produziert. Tatkräftig unterstützt hat uns Wolf-Ingo Römer mit seiner 20jährigen Erfahrung als Schnittmeister in der TV-Produktion. Zum Schluss des Wochenendes ist neben uns auch der Fachmann Römer der Meinung, dass sich unsere Sendung im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen kann:
Freitag 11.7. um 20.25 Uhr (Erstausstrahlung)
Montag 14.7. um 19 Uhr
Dienstag 15.7. um 19 Uhr
Freitag 18.7. um 19 Uhr
Dienstag 22.7. um 21.20 Uhr
und zwar im OK54 Bürgerrundfunk Trier, dem Offenen Kanal für Trier und im Livestream auf der Homepage des OK.
Wir hoffen, Ihr habt unsere Sendung im Blick, und wünschen Euch viel Spaß beim Schaulauschen.
Über Lob und Kritik freuen wir uns natürlich in den Kommentaren.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde zuerst hier im Weblog der Trierer Medienwissenschaft veröffentlicht.
Das Magazin wird hier auch bald online als Video abrufbar sein!
Am 6. Juli 2008 um 20:10 Uhr
Klingt sehr interessant! Bin ja mal gespannt, was dabei rausgekommen ist. Schau mir dann mal das Video an, wenn es hier auf der HP ist.
Am 10. Juli 2008 um 23:43 Uhr
Sieh um dich
Obwohl gerade lässt sichs schreiten,
sollt man rückwärts um sich stolpern.
Was galt im Kampfe zu erstreiten,
musst vorher über Schluchten holpern.
Sieh um dich, durchschau die Normen,
beurteil kritisch das Geseh´ne.
Sind das noch die Alltagsformen
schnell ist heutzutage das Gescheh´ne.
Ein Blick, ein Wort, läßt Hürden schmelzen,
stets gespart und eingemottet.
Schaffst du es denn den Stein zu welzen?
Hervorzuzerren was dort verrottet?
Sieh um dich, gewahr der Lasten,
dort liegt still im Schattensaume,
unfähig jemals zum Rasten,
versteckt ein freier Menschenraume.
Am 11. August 2008 um 23:46 Uhr
Hallo nach Trier! sehr kreativer Sendungs-Titel - und eine sicher treffende Reflexion der Widrigkeiten eines Medienprojekts;)