Experimente, Interviews und Lieblingsmensch im blauen Mond September
- »Ein Mann, der etwas zu sagen hat, und keine Zuhörer findet, ist schlimm dran. Noch schlimmer sind Zuhörer dran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat.« - Bert Brecht
An jenem gestrigen Tag da war mein Typ sehr gefragt. Eine attraktive Endzwanzigerin sprach mich vor der Bib an und wollte mich für ein Experiment gewinnen. Da es sich vermutlich um ein psychologisches handelte und ich momentan von Psychologinnen die Schnauze voll habe, lehnte ich also dankend ab.
[via Beetlebum]
Am Kornmarkt sprach mich Alexander Funk vom Trierischen Volksfreund an und bat mich um ein Sommerinterview für die hauseigenen Videonachrichten. Naja, aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann, Interviewpartner zu gewinnen und angesichts meiner ausgeprägten Vorliebe vor der Kamera zu stehen, war ich also schnell überzeugt.
Gesendet wirds via IPTV hier Mittwoch ab 16 Uhr. Also einschalten! ![]()
Eine kleine Umfrage zum Thema: “Wir war Dein Sommer?” sollte es werden. Ich habe also munter drauflos geplaudert von Hausarbeitsstress (das Klischee der Semesterferien muss mal vom Tisch), kaum vor der Tür gewesen und wenn ja, dann eben war mein Sommer in jeglicher Hinsicht ein “mediterranes Trauerspiel” . So war mein spontanes Statement auch auf Anhieb im Kasten. Meine medienpraktische Erfahrung aus der MPÜ Die Nachricht und ihre Präsentation vor der Kamera kam mir dabei ungemein zugute^^.
Nachzulesen bin ich dann übrigens auch am Donnerstag in der Printausgabe des Trierischen Volksfreunds. Das nenn ich medienkonvergentes Arbeiten. Wenn dann noch in der Printausgabe auf das Onlineportal Volksfreund-TV verwiesen wird und umgekehrt, chapeau! Ich bin jedenfalls mal gespannt, wie ich so rüberkomme in den Medien^^. Für positive Anregungen und konstruktive Kritik zur Verbesserung meines medialen Auftritts stehen Euch die Kommentare natürlich offen.
Achja, und wer mein Lieblingsmensch des Monats ist, dazu evtl. morgen mehr. Beinahe hätte ich dann doch das arme Mädel mit seinem Experiment vergessen… wenn da irgendwas audiovisuelles im Rahmen welches Experimentes auch immer geht^^, dann bin ich am Start. Schließlich erliege ich für gewöhnlich immer dem weiblichen Charme. Ich finde, sie hat eine zweite Chance verdient, gleich heute… ![]()

Am 18. September 2007 um 21:03 Uhr
Wenn ich morgen dran denke, werd ichs mir mal anschauen… Mann, aber wieso hast du anstatt was von Hausarbeiten zu erzählen, nicht den Voll-Proll-Studenten raushängen lassen, so wie: “Ja, in den Semesterferien besauf ick ma den janzen Tach.” DAS wär echt mal cool gewesen.
Am 19. September 2007 um 14:56 Uhr
Bin gespannt auf die Sendung.
(von wem die Mukke kommt ist jawohl auch klar)
…war heute im Studio als die Moderation eingesprochen wurde.
Am 20. September 2007 um 00:15 Uhr
Was mich an der Sendung gewundert hat, war, dass der Redakteur wohl allen gesagt hat, sie sollen direkt in die Kamera gucken.. Denn ich hab mal gelernt, dass man im Interview die Leute immer schräg gucken lassen soll, quasi im Gespräch mit dem Interviewpartner…
Am 20. September 2007 um 02:53 Uhr
Es rauschet der rauschende Brunnen am Kornmarkt… ich hab anfangs “mediterrane distortion” verstanden und musst mich erst ma weglachen. *DAUMEN HOCH*. Weisste? distortion… rauschen… distortion… rauschen. Okay… Trauerspiel… “mediterranes Trauerspiel”… hihi
Am 26. September 2007 um 22:13 Uhr
Was mir da einfällt.. kann mir mal jemand mediterranes trauerspiel erklären? den sinn hab ich nämlich nicht verstanden und das im eifer des gefechts ja total vergessen zu schreiben…
Am 26. September 2007 um 22:25 Uhr
Eine Wortkombination meinerseits, die ihren urtümlichen Reiz darin entfaltet, als dass ich ihr insofern eine persönliche Sinngebung verliehen habe, die für mich eine poetische Komponente jenseits der Meteorologie entwickelt. Der Sommer 2007 war mein persönliches “mediterranes Trauerspiel”. Naja, vielleicht bekommen wir ja noch einen heißen Herbst - und das meine ich jetzt ganz und gar unpolitisch!
Am 27. September 2007 um 15:11 Uhr
Wenn es deine eigene Wortkreation ist, dann ergibt es wieder Sinn… Obwohl der Gegensatz zu mediterran und Trauerspiel mich doch weiterhin noch verwirrt. Denn mediterran ist ja Mittelmeerklima, heißt ja heiße und überwiegend trockene Sommer, ist ja alles andere als das, was wir dieses Jahr hatten. Das bezogen auf unser Heimatland, das zwar wie der Mittelmeerraum zu den gemäßigten Klimazonen gehört, aber ja gar kein mediterranes Klima hat, hat mich doch sehr verwirrt. Und dann noch das Trauerspiel dazu, was ja ein Widerspruch an sich ist, weil mediterranes Klima ja eben schöne Sommer beinhaltet und das würde ja heißen, dass du warme und trockene Sommer nicht leiden kannst, das hat mich dann wirklich ins Grübeln gebracht.
Dann wäre mir die Grübelei vermutlich erspart geblieben und ich hätte es einfach gelesen und wieder vergessen.
Nun ja, ich hätte vielleicht damals in Erdkunde nicht so viel aufpassen sollen, als es um Klima ging, aber es war halt in mehrjähriger Erdkunde-Zeit das einzige, was mich mal echt interessierte.
Am 2. Januar 2008 um 02:03 Uhr
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