Buzzword 2.0: What’s Twitter?

Buzzword 2.0: Twitter

Klick vergrößert!

Microblogging ist das Buzzword 2.0. Die einen machen es im Studivz, die anderen haben für sich eine der größten Online-Communities der Blogosphäre entdeckt: Twitter. Hier habe ich zum ersten Mal davon gehört. Bahnt sich dort gar ein Strukturwandel der Blogosphäre an? Vielleicht ein Grund, warum manche A-Blogger dieser Tage häufiger mit Microblogging in Twitter beschäftigt sind als mit neuen Beiträgen auf ihren Blogs anzutreffen sind. Geht ein Hype zu Ende und ein neuer beginnt? Bloggst Du noch oder twitterst Du schon? Ist Twitter ein Rückzug in die Anonymität oder eine neue Dimension von Öffentlichkeit 2.0? Fragen über Fragen. Grund genug, sich endlich mal mit Twitter zu beschäftigen und sich dort anzumelden. Gleich heute geht es los. Nach der Uni wird erstmal ein bisserl im Lübke gechillt, bevor dem iPhone sei dank, losgetwittert wird. Und hier zum Einstieg noch ein kleines

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  • 5 Reaktionen zu “Buzzword 2.0: What’s Twitter?”

    1. hjbucher

      Hallo Her Pütz,
      danke für die Twitter-Info und das Video. Ich würde diese kommunikative Praxis relativ zu den Blogs mit dem Small-Talk auf einer Tagung vergleichen. Neben den Vorträge/ Blogeinträgen pflegt man mit denen, die man besser kennt, eine Art Parallelkommunikation - hier ambient intimacy genannt. Insofern sehe ich das als komplementär zur Blogkommunikton und nicht als Ersatz. Offensichtlich ist es ein natürlicher Gang der Kommunikaktionsgeschichte, dass sich formelle und informelle Formen der Kommuniaktion wechselseitig beeinflussen und beide in Abhängigkeit von einander weiterentwickelt werden. Und offensichtlich ist hinter Zwitter das Bedürfnis erkennbar, die Online-Kommunikation noch weiter zu Intimisieren - und zwar in einer übeschaubaren Gruppe (ähnlich wie bei Skype).

      hjb

    2. Exilregierung

      Ich denke nicht, dass das eine mit dem anderen zu tun hat.
      Andere nutzen Emails, ICQ oder eben Skype, um diesen engeren Kreis zu erreichen.
      Twitter ist halt ein neues Angebot, dass es erlaubt, einen intimen Kreis schnell, einfach und mobil im Push-Verfahren (hier liegt die eigentliche Neuerung) auf einem aktuellen Informationsstand zu halten.
      Eine weitreichendere Relevanz, etwa sogar so weit, dass sich andere Mediengewohnheiten großartig verändern halte ich für übertrieben.
      Aber die SMS wurde ja auch als kleines, beiläufiges “Abfallprodukt” geboren - time will tell…

    3. Benedikt

      Ich muss zugeben, der Sinn von Twitter erschließt sich mir nicht wirklich - aber vielleicht steht auch weniger der Sinn als vielmehr der Spaß an der Sache im Vordergrund. Wie ja bei Fischmarkt zu lesen ist, geht es beim Twittern um “Präsenz” - ist es dann wichtiger, dass ich kommuniziere, als was ich kommuniziere? Präsenz statt Inhalt, oder Präsenz und Inhalt? Wenn ich permanent damit beschäftigt bin, anderen mitzuteilen, was ich gerade mache, wie sehr beschäftige ich mich dann noch mit meiner eigentlichen Tätigkeit?
      Einen sehr schönen Artikel dazu hatte die Zeit vor einigen Monaten mal veröffentlicht, online nachzulesen unter http://www.zeit.de/2007/17/twitter-17.

    4. Jowinal

      Die ersten Beobachtungen, die ich beim Nutzen des Hybridmediums Twitter mache, sind folgende: das Push-Verfahren als Distributionsmittel von Information ist ein asynchroner Kommunikationskanal. Dieser lässt sich beispielsweise auf spielerische Weise kommunikationsstrategisch ganz gut nutzen, so auch von mir, um virales Marketing zu betreiben. Soll heißen: via Microblogging in Twitter wird auf den neusten Eintrag im eigenen Blog aufmerksam gemacht, um verstärkt entsprechenden Lesercontent zu generieren. Zumindest hier sind Präsenz und Inhalt untrennbar.

      @hjb:

      “Offensichtlich ist es ein natürlicher Gang der Kommunikaktionsgeschichte, dass sich formelle und informelle Formen der Kommuniaktion wechselseitig beeinflussen und beide in Abhängigkeit von einander weiterentwickelt werden.”

      Geht in die Richtung, was wir bereits im Anschluss an die Präsentation zu Netzwerkdiskursen im Seminar diskutiert haben. Analogien zur Blogkommunikation liegen im auch bei Twitter zu beobachtenden Vernetzungscharakter. Es verhält sich somit auch im Bereich der Netzwerkmedien wie es schon so oft in der Mediengeschichte beim Aufkommen neuer Formate zu beobachten war: alte Medien werden durch neue Medien nicht außer Kraft gesetzt (Riepl‘sches Gesetz der Unverdrängbarkeit).

      @Exilregierung:

      “Eine weitreichendere Relevanz, etwa sogar so weit, dass sich andere Mediengewohnheiten großartig verändern halte ich für übertrieben.”

      Der rasante Wandel in der Netzwerkkommunikation hat zu einer bisher zeitlich noch nicht gekannten Beschleunigung der Medienentwicklung geführt. Neue Contentformate treten in immer kürzeren Abständen auf (siehe Cartoon). Es besteht in der Blogcommunity ein ausgeprägter Vernetzungsbedarf, der momentan verstärkt durch Twitter abgebildet wird. Erst der gesellschaftliche Bedarf macht eine Plattform wie Twitter so erfolgreich. Denn nicht jedes neue Medium setzt sich durch. Es besteht also keineswegs sowas wie ein technologischer Netzwerk-Determinismus.

      Des Weiteren lassen sich meines Ermessens Rückschlüsse von der Twitter- auf die Blogkommunikation ziehen. Der Vernetzungscharakter der Blogcommunity in Twitter zeigt, dass die Blogkommunikation unlängst eine “kritische Masse” erreicht hat um sich als Massenmedium zu etablieren. Insofern lässt sich durchaus von Medienkonvergenz innerhalb des Web2.0 sprechen. Ein Wandel bezüglich der Mediennutzungsdauer gehypter Formate zeichnet sich aber wohl jetzt schon ab, was allerdings eher zu einer noch stärkeren Internetnutzung als bisher führen wird (These!). Dienste wie fring erleichtern hierbei die Parallelkommunikation. Leider noch nicht iPhone-kompatibel. Falls da schon jemand ne Lösung hat, wie ich Skype, MSN Messenger, ICQ & Twitter aus einem Prog lesen kann, möge er sich hier dankenswerter zu Wort melden! ;-)

      @Benedikt: Danke für den Hinweis zum ZEIT-Artikel! :-)

    5. Jowinal

      In diesem Zusammenhang noch der Hinweis auf die aktuelle Media Perspektiven-Studie zu Web2.0: Nutzung und Nutzertypen sowie eine sich mit Twitter beschäftigende Diplom-Arbeit am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der TU Ilmenau.

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